Wissenschaftliche Begleitung

Wissenschaftliche Begleitung der Zukunftsdialoge

Die Zukunftsdialoge Tolerantes Brandenburg werden durch die Wissenschaftler

Dr. Michael Kohlstruck (TU-Berlin, Zentrum für Antisemitismusforschung),

Prof. Wilfried Schubarth (Uni-Potsdam, Professur für Erziehungs- und Sozialisationstheorie) und

Prof. Manfred Rolfes (Uni-Potsdam, Professur für Angewandte Humangeographie/Regionalwissenschaften) begleitet.

Die Wissenschaftler haben bereits 2014 eine Expertise zum Handlungskonzept Tolerantes Brandenburg vorgelegt. Nachzulesen ist diese Expertise im Jahresbericht „Tolerantes Brandenburg“ der Landesregierung im 5. Bericht der Landesregierung gemäß Beschluss des Landtages vom 25. März 2010 „Rechtsextremismus konsequent bekämpfen“ Drucksache 5/9177 (Seite 37-67).

In der Expertise 2014 wird unter andem angeregt, die Regionen und die Akteure stärker in die Entwicklung einzubeziehen:

„Um Ziele, Aufgaben und Inhalte des „Toleranten Brandenburg“ zu festigen, auszubauen und neu zuentwickeln, ist eine Neujustierung des Handlungskonzepts in Erwägung zu ziehen. Dabei könnten sowohl inhaltliche Perspektiven als auch organisatorische Rahmenbedingungen präzisiert werden. Dem Vorschlag eines Befragten folgend, erscheint ein partizipativer, die lokalen Bedürfnisse und Kompetenzen berücksichtigender Ansatz am meisten Erfolg zu versprechen. Ein mehrstufiger, alle relevanten Akteure integrierender Beteiligungsprozess könnte hierzu angestoßen werden.“ S.61f

Davon angeregt entstand die Veranstaltungsreihe Zukunftsdialog Tolerantes Brandenburg

als ein Dialog zwischen der Koordinierungsstelle „Tolerantes Brandenburg“ und den engagierten Akteuren in den Regionen, um deren Bedürfnisse und regionale Gegebenheiten stärker im Handlungskonzept und in der alltäglichen Umsetzung zu berücksichtigen.

Die wissenschaftliche Begleitung wird Informationen dazu geben, wie regionale Netzwerke zusammengesetzt sind, welche Themen aktuell und zukünftig bearbeitet werden und welche Wünsche nach Unterstützung durch die Koordinierungsstelle sowie Erwartungen an Einflussnahme auf die Landeseben bestehen.

Die Begleitung erfolgt u. a. durch teilnehmende Beobachtung bei den Veranstaltungen und Interinterwies mit Akteurinnen.

In einer Abschlusstagung am 16. März 2017 in Potsdam werden die zentralen Ergebnisse vorgestellt.