Integrationskonzept Landkreis Oder-Spree

Katja Kaiser aus der Kreisverwaltung Oder-Spree stellt das Integrationskonzept des Landkreises vor.

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Im vorgestellten Konzept wurden einzelne Handlungsfelder definiert. Zum Einen sollen diese auf die aktuelle Gesellschaft vor Ort abzielen, als auch auf die zugewanderten Flüchtlinge.
Zu den Handlungsfeldern gehören Unterbringung, soziale Beratung und Betreuung, gesellschaftliche Integration, Arbeitsmarkt- und Bildungsintegration sowie Gesundheitsmaßnahmen.
Frau Kaiser betont, dass jeder Einzelne bei dieser Herausforderung mitziehen muss.

Bei der Unterbringung muss zuerst die stressfreie Ankunft realisiert werden. Die Ankommenden haben alle unterschiedliche Geschichten und Voraussetzungen, sowohl gesundheitlich als auch persönlich. Das muss hierbei beachtet werden.
Zudem sieht der Landkreis anschließend nicht die sofortige Unterbringung in Wohnungen vor, sondern in Gemeinschaftsunterkünften. Das soll ein vertrautes Klima unter den Geflüchteten in den ersten Monaten sichern.

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Die Geflüchteten sollen parallel natürlich durch soziale Träger betreut werden. Das soll den Kontakt und die Aufnahme in unsere Gesellschaft gewährleisten.

Für die weitere gesellschaftliche Integration soll das Ehrenamt gestärkt werden, vor allem in der Rolle als Förderer und Koordinator. Zusätzlich sollen Angebote zur Kommunikation zwischen Geflüchteten und Einheimischen vor Ort eingerichtet werden.

Zur Bildungsintegration sollen im ersten Schritt vorrangig Grundlagen im sprachlichen Sinne geschaffen werden. Das soll sowohl im frühkindlichen Alter geschehen, als auch in der Erwachsenenbildung. Die Gemeinschaftsunterkünfte bieten ergänzend Sprachkursangebote zum direkten Einstieg.

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Die Integration in den Arbeitsmarkt ist laut Landkreis nicht kurzfristig realisierbar. Zu Beginn müssen die bereits vorhandenen Qualifikationen jedes Einzelnen herausgefiltert werden, um dann entsprechend ihrer Fähigkeiten weitere Schritte einleiten zu können.

Für die Grundlagen in der Gesundheit soll nicht nur hauptsächlich die physische Gesundheit, sondern mindestens genauso stark die psychische Gesundheit gesichert werden. Dafür werden unter anderem Fachkräfte vor Ort bereit gestellt.

Herausforderungen für die Zukunft sind die Kapazitätsplanung im Zusammenhang zur tatsächlichen Zuweisungszahl. Es werden Plätze vorgehalten, allerdings fehlt dem Landkreis eine Landesprognose.
Zudem haben sich die Anforderungen an die Kostenerstattung und die Durchführung der Aufnahme und Betreuung verändert.
Für die Bewältigung der Herausforderungen steht der Landkreis im ständigen Dialog mit der Landesregierung, reibungslos funktioniert es laut Frau Kaiser aber nicht.
Dem Landkreis ist es wichtig, auch selbst Maßstäbe setzen zu können, was zum Beispiel die Betreuung im Migrationsbereich angeht.
Seit August trat das neue Integrationsgesetz in Kraft. Die dort festgelegten Auflagen müssen nun erst einmal erfüllt werden.
Eine besonders schwere, weitere Herausforderung ist das öffentliche Erwartungsbild an die Landkreise im Hinblick auf das Handling der Aufgaben.

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Zu den einzelnen Bereichen, Grundlagen und Aufgaben soll nun an den einzelnen Tischen gearbeitet werden. Die wesentlichen Diskussionsergebnisse werden dann gesammelt und in das Integrationskonzept eingebunden.