Zukunftsdialog Prignitz- Der Nachmittag..

Am Nachmittag wird an insgesamt 6 Arbeitstischen thematisch gearbeitet und spannende Diskussionen geführt. Folgende Themen wurden dabei behandelt:

1. Partnerschaft für Demokratie als Chance für Ihre Kommune

2. Ehrenamtliches Engagement–Was können / was brauchen wir?
3.Willkommen in der Prignitz- Was brauchen wir um (hier) zu bleiben?
4.Arbeitsmarkt und Integration
5.Jugendkultur und Jugendbeteiligun
6.Demokratiefeindliche Bestrebungen in der Prignitz

Nach einer kurzen Pause mit Kaffee und Kuchen ging es gegen 15.30 Uhr weiter.
Die jeweiligen Arbeitsergebnisse der Gruppen wurden im Plenum präsentiert und allen Beteiligten als zukünftige Arbeitsaufträge oder als weitere Diskussionsgrundlage mit auf den Weg gegeben.

 

Um 16.10 Uhr endet der Zukunftsdialog in Prignitz mit einem Schlusswort von Prof. Dr. Funke. Wir danken allen Anwesenden für ihre Teilnahme und für den konstruktiven Dialog.

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„Die Prignitz auf der Suche nach Demokratie“

„Die Prignitz auf der Suche nach Demokratie“ – Input von Prof. Dr. Hajo Funke

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Den Input-Vortrag in seiner Gesamtheit darzustellen, wird wohl erst mit dem Protokoll möglich werden.

Hier jedoch einige Impulse aus Prof. Dr. Funkes sehr spannenden Vortrag:

„Mit dem Beginn der PEGIDA-Demonstrationen in Dresden seit Oktober 2014, kann man innerhalb von drei Monaten eine Verdopplung der flüchtlingsfeindlichen Gewalttaten verzeichnen.“

Er wies auf die aktuellen Entwicklung der Partei „Alternative für Deutschland“ hin. Die Hälfte der Wählerinnen und Wähler bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hätten laut Infratest einen rechtsextremen Hintergrund. Er ging weitergehend auf mögliche Ursachen und Symptomen dieser Partei ein.

Drei Konkrete Vorschläge hatte er als Antwort auf die aktuelle politische Lage:

  • Prof. Dr. Funke forderte eine Offensive der Rechtsstaatsverteidigung. Demokratische Parteien, Zivilgesellschaft, Exekutive müssten gemeinsam das Kerngrundrecht der Menschenwürde verteidigen. Er wünsche sich eine parteiübergreifende Kampagne für die Rechtsstaatlichkeit und für ein angstfreies Gemeinwesen. Sich öffentlich und in dem eigenen Handeln auf den Konsens zu verständigen:“Wir wollen diesen Hass nicht!“
    Hierzu bräuchten wir eine Wertedebatte um die menschenverachtenden Werte von Rassistinnen und Rassisten zu entlarven.
  • Die Verletzung und Enttäuschung von Menschen durch einer Politik durch eine sozial- und wirtschaftliche politische Zuwendung einzudämmen. Dazu gehört u.a. „Bildung für alle! Kita, Grundschule!“
  • Ganz klar und einfach: Eine Politik des wirklichen Zuhörens.

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Das Programm am Vormittag

Die Moderatorin des heutigen Tages eröffnet die Veranstaltung püntklich um 10 Uhr.

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Nach der Begrüßung ging es los mit einem musikalischen Einstieg durch den Pianisten Mohamed Sorakli. Herr Sorakli ist erst seit einigen Monaten in Deutschland, da er aus seinem Heimatland Syrien flüchten musste.

 

 

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Anett Jura, Bürgermeisterin der Stadt Perleberg begrüßt alle Anwesenden ganz herzlich und betonte:
„Dies ist ein wunderschöner Ort um handwerklich am Thema Demokratie zu arbeiten.
Das heutige Motto „Mitmachen statt meckern“ ist eines das uns seit Jahren in der Prignitz begleitet. Der Regionale Wachstumskern Prignitz ist im 11. Jahr seines Bestehen. Für uns ist es sebstverständlich, dass wir Themen gemeinsam bearbeiten müssen.An einem heutigen Tag gehört es auch einfach dazu, dass wir für den gesamten Wachstumskern sagen: die Herausforderung der Zukunft können Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft nur gemeinsam angehen.
Wir dürfen nicht dulden, dass Fremdenfeindlichkeit und Rassismus hier einen Platz finden. Wir dürfen nicht müde werden!“

Weitergehend sagte Sie:„Integration ist viel, viel mehr als die aktuelle Flüchtlingssituation. Es geht darum alle mitzunehmen, ungeachtet der Religion, der Nationalität und Herkunft.“

Abschließend wies Sie darauf hin, dass „Interkommunale Partnerschaften gefragter denn je sind – gerade beim Thema Demokratie.“

 

Angelika Thiel-Vigh, Leiterin der Stabstelle Tolerantes Brandenburg/ Bündnis für Brandenburg stellt in einem Vortrag das Handlungskonzept „Tolerantes Brandenburg“ vor. Besonders geht Sie auch auf die neue Stabstelle (seit 08.04.16) ein, die sowohl die Arbeit der Koordinierungsstelle „Tolerantes Brandenburg“, als auch des Bündnis für Brandenburg sinnvoll miteinander verknüpfen wird. Die Koordinierungsstelle wird sich dabei weiterhin aktiv gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit einsetzen. Das Bündnis hingegen soll die Integrationsbemühungen des Landes Brandenburg bündeln und eine Plattform für gesellschaftliche Kommunikation zur Integration werden.

 

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Michael Hüllen, ein Vertreter des Verfassungsschutzes Brandenburg  erläutert die Situation des Rechtsextremismus im Landkreis Prignitz sowie im gesamten Land Brandenburg. Dabei betont er: „Der Verfassungsschutz Brandenburg verzeichnete im letzten Jahr einen Anstieg des Rechtsextremismus“.

Sein ganzer Vortrag mit zahlreichen Zahlen und Fakten wird als Power-Point-Präsentation hier auf diesem Blog in den nächsten Tagen nachgereicht.

 

Wir freuen uns auf den weiteren Verlauf des Tages und werden hier berichten!

 

 

 

 

Beginn des Zukunftsdialoges im Landkreis Prignitz

Unter dem Motto “Mitmachen statt meckern –  Was genau brauchen wir (dazu) in der Prignitz?” startet pünktlich um 10 Uhr das inhaltliche Programm des Zukunftsdialoges in der Prignitz. Über 90 Teilnehmende werden heute bis 16 Uhr gemeinsam diskutieren, sich austauschen und letztendlich auch Vereinbarungen für die Zukunft treffen.

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Mitmachen statt meckern in der Prignitz!

Der Regionale Wachstumskern (RWK) Prignitz arbeitet seit 2015 mit Ämtern und Gemeinden des Landkreises im Bundesprogramm „Demokratie leben!“ zusammen und lädt zum Zukunftsdialog Tolerantes Brandenburg und zur 1. Demokratiekonferenz „Mitmachen statt meckern –  Was genau brauchen wir (dazu) in der Prignitz?“ ein.

Mittwoch, 13. April 2016

von 9:30-16:00 Uhr

im Technologie- und Gewerbezentrum Prignitz, Laborstraße 1, 19322 Wittenberge

Einladung

Programm

Wir bitten bis zum 4. April um Anmeldung per Email an: a.hensler@wittenberge.de

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