Es geht los! Zukunftsdialog in OSL

Es kommt nicht so sehr darauf an, daß die Demokratie nach ihrer ursprünglichen Idee funktioniert, sondern daß sie von der Bevölkerung als funktionierend empfunden wird. – Rudolf Augstein

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Sigurd Heinze, Landrat des Landkreises Oberspreewald-Lausitz begrüßte die TeilnehmerInnen  in der wendischen Kirche in Senftenberg. Er zitierte Rudolf Augstein mit dem oben genannten Zitat und wies darauf hin, dass der Respekt vor Demokratie  und Frieden schwindet und das es unerlässlich sei in Städten und Gemeinden, also an der Basis, gemeinsam mit regionalen Bündnissen, das öffentliche Engagement zu stärken.

 

Er betonte, „auf kommunaler Ebene die Probleme anzugehen und miteinander ins Gespräch zu kommen und letztendlich eine demokratische lebendige Zivilgesellschaft zu stärken ist Sinn und Zweck des Zukunftsdialogs und deshalb auch so wichtig.“

 

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Hannah Maria Liedtke, Projektleiterin des Zukunftsdialogs Tolerantes Brandenburg eröffnete gemeinsam mit Holger Thomas, Moderator der heutigen Veranstaltung, den Tag.

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Die Zukunftsdialoge werden von verschiedenen Wissenschaftlern begleitet und mit Hilfe eines Fragebogens und einer wissenschaftlichen Auswertung, reflektiert und evaluiert. Dr. Michael Kohlstruck, Technische Universität Berlin, erklärt den TeilnehmerInnen wie sie agieren.

 

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Besonders wichtig ist es uns, die regionalen Strukturen der landesweiten Kooperationspartner des Toleranten Brandenburgs untereinander zu vernetzen. So ist zum Beispiel bei diesem Zukunftsdialog auch u.a. der Kreissportbund OSL dabei!

Landkreis Oberspreewald-Lausitz

„Demokratie und ZUKUNFT gestalten – gemeinsam friedlich LEBEN – Verantwortung für ALLE“ ist das Motto des Zukunftsdialogs Tolerantes Brandenburg im Landkreis Oberspreewald-Lausitz (OSL). Am 7. Oktober wird zum Mitmachen nach Senftenberg eingeladen.

Freitag den 7. Oktober 2016 von 9.30 Uhr bis 17.00 Uhr
Bürgerhaus Wendische Kirche
Baderstraße 10, 01968 Senftenberg

Bitte senden Sie Ihre Anmeldung an die
Netzwerkstelle „Jugendarbeit und demokratische Kultur“ netzwerkstelle-osl@stiftung-spi.de

Einladung und Programm hier.

Workshops und Referentinnen und Referenten

  1. Mehr Demokratie durch Beteiligung?! (Dominik Ringler, RAA Brandenburg, Projekt „Ein Quadratkilometer Bildung“)

Der Workshop wird Themen und Fragen zu politischer Beteiligung in Kommunen aufgreifen: Wie können sich Menschen in politische Prozesse einbringen und wie können sie einbezogen werden?

  1. Zivilgesellschaftliche Bündnisse – wie schaffen wir eine arbeitsfähige Selbstorganisation? (Dirk Wilking, demos – Brandenburgisches Institut für Gemeinwesenberatung)

Der Erfahrungstausch wird sich um die Frage drehen, wie Bürgerinnen und Bürger, Initiativen, Vereine und Institutionen sich organisieren können, um gemeinsam – insbesondere in der Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus – aktiv zu werden.

  1. Die sind anders als wir!? (Axel Bremermann, RAA Brandenburg, Regionalreferent Niederlassung Cottbus)

Der Workshop wird sich mit der Frage befassen: Was sind interkulturelle Kompetenzen und wie können sie helfen, Brücken zwischen ganz unterschiedlichen Menschen zu bauen? – Vorstellung des Projektes „Integration durch Qualifizierung“ (IQ)

  1. Muslime und Musliminnen in unserer Gesellschaft (Schirin Wiesand, FaZIT Brandenburg, Mobile Heimberatung, Miriam Amer, Koranrezitatorin und –lehrerin)

In Workshop und Gespräch werden einführende Informationen zum Islam gegeben und aktuelle Fragestellungen im Zusammenleben diskutiert.

  1. Rechtsextreme Szene im Wandel und die Auffassungen in der Mitte der Gesellschaft (Susanne Kschenka, Mobiles Beratungsteam Cottbus)

Der Vortrag und die Diskussion werden sich mit der rechtsextremen Szene, insbesondere in der Region, ihren Veränderungen in den letzten Jahren sowie ihrem Verhältnis zu verbreiteten Einstellungen befassen.

  1. Polarisierung, Protest und Populismus (Daniel Krüger, Mobiles Beratungsteam Cottbus)

Vortrag und Diskussion werden verschiedene Aspekte um das Thema Rechtspopulismus betrachten.