Arbeitsergebnisse zum Integrationskonzept

Die einzelnen Arbeitstische präsentieren ihre Arbeitsergebnisse.

img_0990

Einer der Tische beschäftigte sich mit der Öffentlichkeitsarbeit zur Gewinnung von Ehrenamtlern. Sie wünschen sich, dass die Bürgerschaft offensiver und gezielter angesprochen wird. Die Angebote und Chancen, die eine ehrenamtliche Tätigkeit dort mit sich bringen kann, ist anscheinend auch noch nicht über die einzelnen Kanäle verbreitet worden.
Zusätzlich wäre eine genauere Beschreibung der Tätigkeitsfelder für die Ehrenamtler gewünscht. Dabei muss individueller auf die einzelnen Freiwilligen eingegangen werden.
Probleme, die in mehreren Einsatzstellen auftreten, sollen auch Einsatzstellen-übergreifend gelöst werden. Die Ehrenamtszentrale muss im gleichen Zug neu strukturiert werden.

img_0989

Die nächste Arbeitsgruppe suchte nach Lösungen für die bessere Zusammenarbeit zwischen ehrenamtlichen Helfern und hauptamtlichen Angestellten.
Die ehrenamtlichen Helfer sollten auch für die Betreuung von Flüchtlingen ohne Bleibeperspektive eingesetzt werden.
Die Kommunikation muss deutlich verbessert werden.
Ebenso fehlt es an adäquaten Formen der Wertschätzung gegenüber Ehrenamtlern.

img_0987

Mit guten Beispielen für ehrenamtliches Engagement sollte sich der nächste Tisch beschäftigen.
Zum Einen wünscht man sich- wie schon teilweise praktiziert -eine gewisse Anzahl an mehrtätigen Pausen für ehrenamtliche Unterstützer sowie eine besser Absicherung durch Versicherung etc.. Dafür gibt es schon praktische Versuche.
Ebenfalls als sinnvoll herausgestellt hat sich die Koordination von ehrenamtlichen Kräften durch hauptamtliche Angestellte sowie Fortbildungen für Ehrenamtler.

img_0971

Die Integration in das Wohnumfeld ist immer ein schweres Unterfangen. Wie das besser gelingen könnte, hat man in der nächsten Gruppe herausgefunden.
Dazu soll es mehr Hoffeste, Hauslotsen, Gespräche oder Büros zum Treff geben.

img_0984

Niedrigschwellige Angebote für Geflüchtete – Wie soll das gehen?
Die Gruppe stellte einige Maßnahmen auf:
Es müssen zuallererst alle in den Blick genommen werden, ob mit oder ohne Bleibeperspektive. So können zum Beispiel gute Kontakte nach Syrien oder Afghanistan hergestellt werden.
Man sollte den Flüchtlingen Angebote zum Handwerken oder adäquaten Bereichen geben.
Für Familien und Kinder soll es eine Verkehrserziehung geben.

img_0994

Die Sprache ist ein wichtiger Aspekt bei der Integration.
Es ist unklar ob Familien oder Familienangehörige zusammen die Sprachkurse besuchen sollten, sagt der nächste Arbeitskreis.
Die Bürger, welche die Sprachkurse leiten, sollten nicht nur „Lehrer“, sondern auch quasi kleine Sozialarbeiter und Psychologen sein. (Stichwort Fortbildung)
Nach den Integrationskursen sollten die berufsbezogenen Sprachkurse folgen. Dazu sollten auch die Orientierungskurse im Vorfeld genutzt werden.

img_0996

Wie kann kommunizieren kann, wenn man kein Deutsch kann, wollte die nächste Gruppe wissen.
Es sollte eine bessere Verfügbarkeit von Dolmetschern geben, besonders für kurzfristige Notwendigkeiten.
An Stellen wo sie nicht unbedingt erforderlich sind, sollten sie nicht zwangsweise genutzt werden und wenn doch, sollte es mehr Möglichkeiten geben, Feedback zu den Dolmetschern zu verfassen.
In der Verständigung, bei Broschüren und Ähnlichem, fehlt es an fremdsprachigem Material.

img_0981

Nächste Gruppe: Fördern und Fordern bei der Arbeitsmarktintegration.
Die Gruppe befand, dass die direkte, verbale Kommunikation im Gegensatz zu Broschüren bevorzugt werden sollte.

img_0976

Ähnliches Thema, anderer Tisch: Welche Maßnahmen sind neben Sprachkursen für die Arbeitsmarktintegration notwendig?
Eine große Unsicherheit besteht bei der Wahl der Schulform und bei der Frage ob man sich als erwachsener Flüchtling überhaupt eine Schulbildung gönnen sollte oder direkt Geld verdienen will.
Zudem sollten die Jobcenter Zielgruppen mischen, damit keine ungerechte, einseitige Jobverteilung stattfindet.
Allerdings wird oft festgestellt, dass die Schulkurse für einige Geflüchtete überfordern sind. Da sollten Steilschrauben nachjustiert werden.

img_0978

Wann wird die Angst vor Geflüchteten eigentlich zu einem Verstoß gegen die Menschenrechte?
„Gesetze und Ordnung, treffen auf Religion und Tradition.“, sagt einer der Teilnehmer.
Man sollte Flüchtlingen gemeinsame Grundlagen geben um darauf aufbauend ein Verständnis für die Verhältnisse in Deutschland vermitteln zu können. Zudem ist ein großes Problem, dass die Akteure in der Flüchtlingshilfe durchaus wissen, wie die Lage ist, die außerhalb allerdings nicht. Das ist oftmals ein Grund für Verunsicherung und Angst. Hier wird mehr Transparenz gefordert.
Ein weiteres Ziel ist das Entgegenwirken zur Polarisierung in Deutschland. Durch die ständige Relevanz in den Medien entstehen mit der ständigen Auseinandersetzung oft auch Ängste.

img_1075

Die Ergebnisse dieser Arbeitsgruppen werden nun von der Kreisverwaltung mit in die Erarbeitung des Integrationskonzept aufgenommen. So geht basisdemokratische Flüchtlingspolitik.