So sollte Integrationsarbeit in Zukunft aussehen – Die Auswertung

Nach zweistündiger, konstruktiver Dialogführung gehen wir nun in die Auswertungsrunde. Rückmeldungen und Vorschläge für die zukünftige Integrationsarbeit werden zusammengetragen.

Den Beginn macht die Gleichstellungs- und Integrationsbeauftragte PM Theresa Pauli. Folgendes war besonderer Gesichtspunkt in der Diskussionsgruppe:

„Wie helfen wir Migrantinnen und Migranten sich sichtbarer zu machen?“

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Desweiteren ist der Mangel an Kitaplätze allgegenwärtig und wurde auch mehrfach als Problem benannt.

 

Welche Netzwerke gibt es und wer ist eigentlich für was zuständig?

Konkrete Beispiele zu bürokratischen Hürden wurden hier vorrangig diskutiert, oftmals sind unorthodoxe/kreative Aktionen nötig, um diese Hürden zu überwinden, so die Devise. Weiterer Handlungsbedarf besteht im Ausbau der finanziellen Ressourcen für Netzwerkarbeit, um mehr Menschen miteinander zu Verknüpfen. Matthias Ambs (Netzwerk Soziale Dienste) hat hier von den Gruppenergebnissen berichtet.

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Kooperation statt Konflikt zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen ist Thema der Diskussionsrunde, die von Steffi Wiesner, der Koordinatorin für Freiwilligenarbeit & Bürgerengagement Potsdam-Mittelmark, geleitet wurde. Der Bedarf an qualifizierten, kompetenten Leuten in den Unterkünften in hauptamtlichen Tätigkeiten ist hoch. Insbesondere Hauptamtliche, die ebenfalls Freiwilligenmanagement (eventuell auch in der vorherigen Stellenausschreibung enthalten) ausführen können.

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Ehrenamtliche Strukturen sollen die Hauptamtlichen nicht nur ergänzen, sondern sollten auch aufgrund ihrer Nähe zu Betroffenen mit einbezogen werden. Hier bedarf es mehr Kommunikation aller Beteiligten.

 

Wo es Geld gibt für Initiativen und Vereine vermittelte Florian Görner, der Koordinator LAP „Hoher Fläming“ Partnerschaft für Demokratie. Auffallend war für Florian Görner die Erkenntnis, dass meist genügend Geld vorhanden ist – vor allem auch durch Fördermittel des Landes – selten aber für eine kontinuierliche Finanzierung von Projekten wie z.B. Begegnungscafés.

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Wie man Stammtischparolen und einer Polarisierung der Gesellschaft entgegnet, darüber wurde heiß in der Diskussionsrunde von Thomas Weidlich (Projekt „Ohne Blaulicht“) debattiert.

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Das Ergebnis ist eindeutig: Eine Polarisierung zu verhindern benötigt viel Zeit. Besonders im Versuch andere Meinungen nachzuvollziehen und zu verstehen. Wichtig ist aber, im Dialog zu bleiben.

 

Das Zusammenleben mit Musliminnen und Muslimen in unserer Gesellschaft stößt bei vielen Menschen auf Unwissen über die muslimische Kultur und Religion. Deswegen haben Schirin Wiesand (FaZIT Brandenburg) und Miriam Amer (Koranrezitatorin- und lehrerin) durch Selbstreflexion der Anwesenden zunächst ihre Werte für sich definieren lassen. Auf diese Weise konnten einige Gemeinsamkeiten mit muslimischen Tugenden und Ideen gefunden und so auch die Religion an sich besser verstanden werden.

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Auch hier war die knappe Zeit das größte Problem, um sich ein tiefergehendes und fundiertes Wissen anzuschaffen. Eine Fortsetzung wurde von den Teilnehmenden gewünscht. Zudem wurde auch die Debatte bezüglich Kopftüchern geführt, hier gingen die Meinungen mitunter auch auseinander.

„Es gibt Bedarf für eine Systematik, die nicht zu geben ist“

 

„Integration ist ein Entwicklungsprozess“

Mittlerweile haben sich Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach der Mittagspause wieder an den Thementischen eingefunden.

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In den insgesamt 6 Diskussionsrunden wird bereits über Themen wie Zuständigkeiten und Netzwerke, Fördermittelregelungen und Stammtischparolen auf hohem Niveau diskutiert.

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Im Workshop der Gleichstellungs- und Integrationsbeauftragten für PM, Theresa Pauli, wird vor allem über die Bereiche der Integration diskutiert, wo noch Handlungsbedarf besteht.

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Die ersten Arbeitsergebnisse wurden hier bereits festgehalten:

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So entstand bereits folgendes Zitat im Zusammenhang mit der Eingliederung junger Geflüchteter in das deutsche Schulsystem:

„Integration ist ein Entwicklungsprozess“

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Zu den Rückmeldungen und Vorschlägen für die zukünftige Integrationsarbeit gibt es später mehr, also: Dranbleiben!

„Willkommen statt Rechts“

Hannah-Maria Liedtke, die Projektleiterin der Zukunftsdialogreihe, weißt darauf hin, dass es sich heute (leider) um den letzten Zukunftsdialog handelt. Da in mittlerweile allen 18 Landkreisen und kreisfreien Städten ein Zukunftsdialog stattgefunden hat, wird es nächstes Jahr noch eine Auswertung geben zu den Ergebnissen, gerade der wissenschaftlichen Umfragen, und dem weiteren Vorgehen mit dieser Veranstaltungsreihe.

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In umfangreicher Art und Weise erläutert die Leiterin der Koordinierungsstelle „Tolerantes Brandenburg“, Angelika Thiel-Vigh, das Handlungskonzept mit Finanzierungs- und Beratungsmöglichkeiten und seiner Wirkungsweise, gerade in Bezug auf spezifische Regionen und Kommunen im Land Brandenburg.

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Im Anschluss an ihren Fachvortrag steht Angelika Thiel-Vigh Frage und Antwort für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

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Die thematischen Diskussionsrunden werden von ihren Leitern noch einmal kurz vorgestellt, und dann geht es in die wohlverdiente Mittagspause 🙂

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